Mehrere Milliarden Euro weniger Umsatz im Automobilhandel durch Kfz-Steuerdiskussion
• 53 Prozent der Deutschen halten die aktuelle Steuerregelung für ungerecht
Berlin/Dreilinden, 12. Dezember 2008 – Die unklare Situation um die zukünftige Kfz-Steuer verunsichert die deutschen Autofahrer. 7,5 Prozent von ihnen haben den Kauf eines Autos deswegen nach hinten verschoben. Die aktuelle Bemessung der Kfz-Steuer halten 53 Prozent der Autofahrer für ungerecht. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des größten Internet-Fahrzeugmarkts mobile.de.
Männer lassen sich von der aktuellen Steuer-Diskussion mehr verunsichern als Frauen. 9,5 Prozent haben den Kauf eines Autos deswegen auf die Zeit nach der Finalisierung der Kfz-Steuerregelung verschoben. Bei den Frauen haben diese Konsequenz nur 5,2 Prozent gezogen.
Auch Single-Haushalte sind mehr verunsichert von der aktuellen Kfz-Steuerdiskussion als zum Beispiel Familien: 11,2 Prozent geben an, den Kauf eines Wagens deswegen verschoben zu haben. Unter den Entscheidern in Haushalten mit vier Personen und mehr sind das nur 4,6 Prozent.
Nur 1,2 Prozent der Autofahrer in Deutschland haben die aktuelle Kfz-Steuerdiskussion als Anlass genommen, den Autokauf vorzuziehen.
Wird das vergangene Jahr als Berechnungsgrundlage herangezogen, ermittelte mobile.de 508.000 verschobene Autokäufe und damit einen Umsatzschaden von 8,5 Milliarden Euro im Automobilhandel.
So wie es jetzt ist, kann es nach Meinung der Befragten offensichtlich nicht bleiben: 53 Prozent aller deutschen Autofahrer finden die aktuelle Kfz-Steuerregelung ungerecht, nach der der Kauf hubraumstarker Neufahrzeuge ab sofort einen höheren Betrag an Steuern spart als der Kauf umweltfreundlicher Kleinwagen. Besonders der Westen Deutschlands ist gegen die aktuelle Kfz-Steuerregelung. Diese halten hier 56,1 Prozent der Autofahrer für ungerecht. Im Osten der Republik sagen das nur 39 Prozent.
Zur Frage, auf welcher Grundlage die Steuer im Idealfall bemessen werden soll, gibt es drei Lager: 31,9 Prozent erachten die zukünftige Steuerbemessung anhand des CO2-Ausstoßes als am sinnvollsten. Immerhin 28,6 Prozent finden, die Steuer sollte vollständig in den Treibstoffkosten enthalten sein, und 14,3 Prozent halten die aktuelle Steuerbemessung anhand des Hubraums für optimal.
Über mobile.de
Laut IVW (10/2008) ist mobile.de mit rund 48 Mio. Besuchen pro Monat der meistbesuchte Internet-Fahrzeugmarkt in Deutschland. Nutzern stehen derzeit mehr als 1,4 Mio. Fahrzeuge zur Auswahl. Dabei bietet mobile.de das größte Pkw-, Nutzfahrzeug- und Motorradangebot in Deutschland (Quelle: CAR-Institut 2008). Das Angebot von mobile.de richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an Fahrzeughändler. In Deutschland nutzen mehr als 33.000 Händler mobile.de. Das Tochterunternehmen der eBay International AG beschäftigt 120 Mitarbeiter am Standort Dreilinden/Berlin.
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