Deutsche unterschätzen den Wert der Autofarbe beim Verkauf
- Studie: Mehr als 48 Prozent unterschätzen Rolle der Pkw-Farbe beim
Wiederverkauf - Preisunterschiede bis zu 3.000 Euro allein durch Wagenfarbe möglich
- Trendfarben kein Zugpferd beim Preis
Berlin/Dreilinden, 17. Juni 2009 – Knapp die Hälfte der Autofahrer meinen, die
Farbe ihres Autos habe keinen Einfluss auf den Wiederverkaufswert. Mit 49,6
Prozent schreiben ihr aber fast ebenso viele eine große Bedeutung zu.
Erstaunlich dabei ist: 89 Prozent davon meinen, dass sich die Farbe ihres Autos
sogar positiv auf den Verkaufswert auswirke. Nur rund elf Prozent nehmen an,
dass die Farbe den Wert ihres Fahrzeuges mindere. Diese Ergebnisse einer
repräsentativen Studie des größten deutschen Fahrzeugmarktes mobile.de und
TNS Infratest zeigen: Der Autolack spielt eine entscheidende Rolle beim Verkauf
des Gebrauchten.
Für die Studie wurden 1.060 Autofahrer um ihre Einschätzung des Einflusses der Fahrzeugfarbe auf den Wiederverkaufswert eines Pkw gebeten. Zusätzlich gaben die Befragten an, welche Farbe ihr eigener Pkw besitzt. Die Ergebnisse wurden mit aktuellen durchschnittlichen Angebotspreisen gängiger Modelle beim größten Internet-Fahrzeugmarkt mobile.de abgeglichen. Die Analyse der verschiedenen Lackierungen macht große Abweichungen vom durchschnittlichen Wert eines Modells deutlich.
Vor allem klassische Farben wie Schwarz und Silber werden positiv von den Besitzern eingeschätzt. Die Mehrheit der Befragten hält diese Lackierungen für besonders verkaufsfördernd (Schwarz 57,7 Prozent und Silber 52 Prozent). Zu Recht, denn auch die bei mobile.de eingestellten silbernen und schwarzen Fahrzeuge werden vorwiegend zu überdurchschnittlichen Preisen angeboten. "Die Ergebnisse der Studie zeigen im Abgleich mit den Angeboten bei mobile.de, dass die Farbe eines Fahrzeuges ein starkes Verkaufsargument sein kann", fasst Peter F. Schmid, Geschäftsführer von mobile.de, die Auswertungen zusammen.
Fast jeder dritte Halter eines Fahrzeugs in der Trendfarbe Weiß erhofft sich einen höheren Verkaufspreis für sein Auto. Allerdings wird laut mobile.de der überwiegende Anteil der weißen Fahrzeuge unter dem ermittelten Durchschnittspreis angeboten. So wird zum Beispiel ein schwarzer Opel Astra (Baujahr 1998-2004) für durchschnittlich etwa 2.000 Euro mehr angeboten als ein weißer – ein schwarzer VW Passat (Baujahr 2000-2005) für sogar 3.000 Euro mehr. Gerade einmal 16,7 Prozent der Befragten schätzen dies richtig ein. Aber nicht nur die Farbe Weiß hat einen negativen Einfluss auf den Wiederverkaufswert. Auch blaue Lackierungen und seltene Farben wie Lila wirken sich laut Studie eher negativ auf den Verkaufspreis aus. Lilafarbene Opel Vectras (Baujahr 1995 bis 2002) werden beispielsweise für zirka 450 Euro weniger als der Durchschnittspreis angeboten.
Die Hälfte der befragten Autofahrer gab an, dass die Lackfarbe keinen Einfluss auf den Wert des Fahrzeuges habe. Mit 69,6 Prozent stimmten in der Gruppe der Besitzer eines roten Pkws besonders viele dieser Aussage zu. Diese Meinung trifft auf den Wiederverkaufswert des Opel Vectra zwar zu, ist jedoch eher die Ausnahme. Ein roter Audi A4 beispielsweise bringt durchschnittlich 1.000 Euro weniger ein als ein vergleichbares schwarzes Modell – ein roter Golf VI sogar 2.700 Euro weniger als ein schwarzer. Das gleiche Bild zeigt sich auch bei der Farbe Blau: Während die Modelle Opel Vectra und VW Golf zu durchschnittlichen Preisen angeboten werden, ist ein blauer Audi A4 im Mittel 1.000 Euro günstiger als ein schwarzer. Ein blauer VW Passat (Baujahr ab 2005) wird verglichen mit einem schwarzen sogar für 2.300 Euro weniger angeboten. Die Wirkung der Wagenfarbe auf den Preis hängt also oft auch vom jeweiligen Automodell ab.
Studiendesign
Für die Studie befragte TNS Infratest 1.060 Autofahrer eines bis zu 10 Jahre alten Fahrzeugs zur Einschätzung des Einflusses der Fahrzeugfarbe auf den Wiederverkaufswert. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 28. April und 4. Mai 2009. Zusätzlich gaben die Befragten an, welche Farbe ihr eigener Pkw besitzt. Die Ergebnisse wurden mit aktuellen durchschnittlichen Angebotspreisen 14 gängiger Modellreihen beim meistbesuchten Internet-Fahrzeugmarkt mobile.de abgeglichen. Insgesamt untersuchte mobile.de über 140.000 Fahrzeuge. Für weitere Informationen zur Studie stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Über mobile.de
Laut IVW (05/2009) ist mobile.de mit rund 51 Mio. Besuchen pro Monat der meistbesuchte Internet-Fahrzeugmarkt in Deutschland. Nutzern stehen derzeit mehr als 1,4 Mio. Fahrzeuge zur Auswahl. Dabei bietet mobile.de das größte Pkw-, Nutzfahrzeug- und Motorradangebot in Deutschland (Quelle: CAR-Institut 2008/2009). Das Angebot von mobile.de richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an Fahrzeughändler. In Deutschland nutzen mehr als 33.000 Händler den Internet-Fahrzeugmarkt.
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