Freie Fahrt für die FDP – So wählt Auto-Deutschland

Berlin/Dreilinden, 23. März 2009 – Die großen deutschen Volksparteien finden bei Deutschlands Autofahrern weniger Zustimmung als in der Gesamtbevölkerung. Besonders die SPD schneidet in dieser Wählergruppe schlechter ab. Betrachtet man das Wahlverhalten nach Automarken, so sind bei den Fahrern deutscher Premiummarken die Liberalen besonders hoch im Kurs. Dies sind die Ergebnisse einer Studie im Auftrag des größten deutschen Internet-Fahrzeugmarkts mobile.de.

Wenn heute nur die Autofahrer wählen dürften, käme weder das rechte noch das linke Parteienlager auf eine absolute Mehrheit: CDU/CSU und FDP kämen zusammen auf 47,7 Prozent und das linke Parteienlager bestehend aus SPD und Grünen auf insgesamt nur 33,2 Prozent. Deutschlands Autofahrer wählen zwar mehrheitlich die Parteien der aktuellen großen Koalition, aber auch ein Bündnis aus CDU/CSU und SPD käme nur auf eine knappe Mehrheit von 50,9 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zum von Infratest dimap ermittelten Wahlverhalten der deutschen Gesamtbevölkerung sind das über 8 Prozent weniger. Allerdings ist fast ein Drittel der Autofahrer noch unschlüssig – bei 35 Millionen Autofahrern in Deutschland wären das 10 Millionen Wählerstimmen, die die Parteien für sich mobilisieren könnten. Große Chancen auch für Kanzlerkandidat Frank Steinmeier (SPD), mehr Autofahrer von seiner Partei zu überzeugen. Denn bisher haben sich nur 21,2 Prozent der deutschen Autofahrer auf die SPD festgelegt. Das sind etwa 5 Prozent weniger als in der Gesamtbevölkerung. Die CDU/CSU bekommt mit 29,6 Prozent der Autofahrerstimmen etwa 3 Prozent weniger als in der Gesamtbevölkerung. Freuen dürfen sich hingegen die kleinen Parteien. Mit 18 Prozent der Stimmen liegt zum Beispiel die FDP nur knapp hinter der SPD. Grüne und Linke kommen auf jeweils etwa 12 Prozent.

Nach Automarken getrennt ist zu erkennen, dass BMW-Fahrer die CDU/CSU in nur 18,4 Prozent der Fälle wählen. Mehr als jeder Dritte hingegen wählt die FDP. Unter den Mercedes-Fahrern zeigt sich das Bild genau umgekehrt: Mehr als jeder Dritte wählt die Unionsparteien und nur 18,4 Prozent die FDP. Die SPD schneidet in dieser Wählergruppe mit 13,2 Prozent am schlechtesten ab.
Bei den Ford-Fahrern ist die SPD hingegen höher im Kurs: Hier bekommen die Sozialdemokraten 27,9 Prozent aller Stimmen – das ist absolute Spitze im Vergleich zu den anderen Automarken.


Die Ergebnisse in Tabellenform:

Wahlverhalten der Autofahrer im Vergleich zur Gesamtbevölkerung
  Gesamt-bevölkerung* Autofahrer Unterschied Autofahrer
zur Gesamt-bevölkerung (gerundet)
CDU / CSU  33%  29,6%  -3%
SPD  26%  21,2%  -5%
FDP  16%  18,0%  2%
Die Linke  11%  12,4%  1%
Die Grünen  11%  12,0%  1%
Sonstige  3%  7,7%  5%

 *Quelle: Sonntagsfrage von Infratest dimap , 19.02. 2009


Wahlverhalten der Autofahrer nach Automarke
  Audi BMW Ford Mercedes-Benz Opel VW
CDU / CSU 31,1% 18,4% 31,7 36,8 31,2% 28,7%
SPD 13,4% 21,1% 27,9% 13,2% 19,3% 22,5%
FDP 31,2% 34,2% 16,5% 18,4% 16,5% 17,0%
Die Grünen 13,2% 10,5% 8,9% 13,2% 11,0% 16,3%
Die Linke 6,7% 10,6% 8,8% 7,9% 14,7% 8,5%
Sonstige 4,4% 5,2% 6,4% 10,5% 7,3% 7,0%


Umfragebedingungen
Die hier genannten Zahlen sind das Ergebnis einer Studie des Meinungsforschungsinstituts panelbiz im Auftrag von mobile.de. Der Befragungszeitraum war zwischen dem 18. und 24. Februar 2009. Es wurden hierbei insgesamt 1047 Autofahrer befragt. Die Teilnehmer gaben in der Umfrage die Marke ihres Pkw an sowie die Partei, die sie nächsten Sonntag wählen würden, wenn Wahlen wären (Sonntagsfrage).


Über mobile.de
Laut IVW (02/2009) ist mobile.de mit rund 49 Mio. Besuchen pro Monat der meistbesuchte Internet-Fahrzeugmarkt in Deutschland. Nutzern stehen derzeit mehr als 1,4 Mio. Fahrzeuge zur Auswahl. Dabei bietet mobile.de das größte Pkw-, Nutzfahrzeug- und Motorradangebot in Deutschland (Quelle: CAR-Institut 2008). Das Angebot von mobile.de richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an Fahrzeughändler. In Deutschland nutzen mehr als 33.000 Händler den Internet-Fahrzeugmarkt. 
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